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Die BMW M Story. 40 Jahre BMW M GmbH. Wirtschaft und Unternehmen / 21.05.2012

Eine Firma ist wie ein Mensch. Treibt sie Sport, so ist sie durchtrainiert, begeisterungsfähig, leistungsfähiger.“ Gesagt hat das Robert A. Lutz, 1972 Vorstandsmitglied der BMW AG für Verkauf. Gedacht war es als Taufspruch für die jüngste Tochtergesellschaft der BMW AG: Die BMW Motorsport GmbH. Heute heißt sie BMW M GmbH. Aber sie ist immer noch genauso durchtrainiert, begeisterungsfähig und leistungsfähig wie vor 40 Jahren.

Die BMW M Story. 40 Jahre BMW M GmbH.

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Der Beginn der 70er Jahre war eine Aufbruchszeit für BMW: Ein neuer, junger Vorstand unter Eberhard von Kuenheim war angetreten, den stürmischen Erfolg des Unternehmens strategisch weiterzutreiben. Dazu gehörte der Bau eines neuen Verwaltungsgebäudes – der legendäre Vierzylinder – ebenso wie die Gründung eines eigenen Sportunternehmens. Nochmal Robert A. Lutz: „Weil der Sport gewissermaßen eine treibende Kraft bei BMW schon immer, auch während des steilen wirtschaftlichen Anstiegs, gewesen ist, lag es nahe, jetzt auch den Motorsport zu konzentrieren und konsolidieren.“

In der Tat überstiegen Nachfrage und ungenutzte Chancen bei weitem die Möglichkeiten der bisherigen Sportabteilung. 1800 TI und 2000 TI sowie die gesamte 02 Reihe waren die begehrtesten Wettbewerbswagen und auf Siege abonniert. BMW selbst konnte nur einen ganz kleinen Teil des Bedarfs decken, der überwiegende Teil der Wagen wurde von Tunern aufgebaut, betrieben und verkauft. Bereits seit Mitte der 60er Jahre engagierte sich BMW auch in der Formel 2. An den leistungsstarken BMW Motoren kam in den Folgejahren kaum ein Team vorbei. Zahllose BMW Siege und Europameisterschaften bestimmten die Szene.

1972: Eine rennerprobte Mannschaft formiert sich zur BMW Motorsport GmbH.

Am 1. Mai 1972 nahm deshalb die BMW Motorsport GmbH die Fäden in die Hand. Als Chef der anfangs 35 Mann starken Spezialisten-Truppe wird Jochen Neerpasch verpflichtet, ehemals Werksfahrer bei Porsche und vor seinem Umzug nach München Rennleiter bei Ford in Köln. Er zieht eine Gruppe an Rennfahrern nach, die dem BMW Motorsport auf Jahrzehnte hinaus ihren Stempel aufdrücken werden: Chris Amon, Toine Hezemans, Hans-Joachim Stuck und Dieter Quester.  Für die Rallyes werden Björn Waldegaard und Achim Warmbold gewonnen.

Bereits nach wenigen Monaten kann die junge GmbH ihr eigenes Domizil beziehen. Unmittelbar in der Nähe des Stammwerkes entstanden auf einem über 8.000 Quadratmeter großen Areal in der Münchner Preußenstraße Rennwerkstatt und Rennmotorenbau, Werkzeugbau und Motorenprüfstand. Dort entsteht das Sportgerät für 1973: Für die Rallyeeinsätze ein 950 Kilogramm leichter 2002 mit einem zwei Liter großen Vierventil-Vierzylinder. Leistung 240 PS. Und ein neues Tourenwagen-Coupé von dem Jochen Neerpasch anfangs sagt: “Da 1973 für uns als Entwicklungsjahr gilt, können wir nicht damit rechnen, diese Europameisterschaft auch zu gewinnen.“ Der Wagen trägt die Bezeichnung 3.0 CSL. Türen und Hauben sind aus Aluminium, das Fünfganggetriebe hat ein Magnesiumgehäuse. 1092 Kilo bringt das Auto auf die Waage. Der Solitär aber steckt unter der Haube: Ein 3340 Kubikzentimeter großer Reihensechszylinder mit zwölf Ventilen, Einspritzung und einer Verdichtung von 11:1. Die Leistung: 360 PS. Es ist der letzte Zweiventilmotor, den BMW für Renneinsätze baut.

Traditionelle BMW Philosophie: Der Mensch steht im Mittelpunkt.

Aber nicht nur technisch geht die BMW Motorsport GmbH bestens vorbereitet in die Saison 1973. Auch die Fahrer sind topfit. Jochen Neerpasch holte das komplette Fahrerteam zu einem „Fahrertuning“ nach St. Moritz. In dem Schweizer Skiparadies unterzog sich die Mannschaft dem Aufbautraining eines Sportlehrers und eines Sport-Psychologen. Denn bereits damals legte BMW großen Wert auf die Optimierung der Mensch-Maschine Wechselbeziehung. Und man plante auch, derartige Kurse für „Nicht-Profis“ anzubieten. Sie heißen seit 1977 Fahrertraining.

Mit dieser Truppe ging die BMW Motorsport GmbH in die Saison 1973. Nicht nur das 3.0 CSL Coupé erregte von Anfang an Aufsehen: Zum ersten Mal trat ein ganzes Rennteam vom Autotransporter bis zum Zündschlüsselanhänger im einheitlichen Design an. Es waren jene drei Farbstreifen blau-violett-rot auf schneeweißem Grund, die bis zum heutigen Tag das Erscheinungsbild des BMW Motorsport prägen.

Die CSL-Coupés in den Farben, die schnell die gesamte Rennsportwelt kannte, waren unschlagbar. Der große Preis der Tourenwagen auf dem Nürburgring ging an Hans-Joachim Stuck und Chris Amon. Der Sieger der Tourenwagen-Klasse des 24 Stunden-Rennens von Le Mans hieß BMW.

Erfolgreichster Tourenwagen seiner Epoche: BMW 3.0 CSL.

Das Traumcoupé 3.0 CSL mit seinem aufsehenerregenden Renn-Design wurde zum erfolgreichsten Tourenwagen seiner Epoche. Es gewann zwischen 1973 und 1979 sechsmal die Europameisterschaft und beherrschte fast ein ganzes Jahrzehnt die internationale Tourenwagen-Szene. Aber der BMW 3.0 CSL war nicht nur in seinem farblichen Design ein Pionier, sondern er bot auch handfeste technische Innovationen: Zum einen arbeitete ab 1973 unter seiner Haube der erste BMW Vierventil-Sechszylinder-Motor. Zum anderen hatte seine Bremsanlage 1974 erstmals versuchsweise ein Antiblockiersystem – lange bevor diese Neuheit später beim 7er in Serie ging. Am Ende seiner Karriere, als Turbo-Coupé, beeindruckte es mit einer Leistung von bis zu 800 PS. Den stärksten BMW Tourenwagen schickte die Motorsport GmbH 1976 mit Ronnie Peterson am Steuer auf die Piste, einen CSL mit 3,2 Liter Biturbo-Motor. Dessen Leistung musste sogar gebremst werden – auf 750 PS.

Auch in der Formel 2 blieb die BMW Motorsport GmbH auf Erfolgskurs. 50 der Zweiliter-Vierventilmotoren hatte March bekommen, mit denen das renommierte Team in 11 von 16 Läufen siegreich war. 1973 fuhr Jean Pierre Jarier mit der BMW Maschine den europäischen Formel 2 Titel auf March ein. Das Triebwerk dominierte die Zweiliter-Kategorie für annähernd 10 Jahre, die folgenden March Titel-Helden hießen Patrick Depailler (1974),  Bruno Giacomelli (1978) Marc Surer (1979) und Corrado Fabi (1982). Aber auch bei anderen Rennställen war der Zweiliter-Vierzylinder begehrt. Über 500 Stück wurden produziert, die meisten in Versionen mit über 300 PS Leistung.

1975 verlagerte die BMW Motorsport GmbH ihr Engagement auf die andere Seite des Atlantiks: Schwerpunkt war die amerikanische IMSA-Serie auch mit dem Ziel, die Bedeutung der Buchstaben BMW einer breiteren amerikanischen Öffentlichkeit deutlich zu machen. Am Ende des Jahres war dann die Zahl jener US-Bürger, die darunter die „Bavarian Motor Works“ verstanden, um ein Vielfaches gestiegen: Die Markenwertung der IMSA-Meisterschaft ging an BMW.

1976: Aus der „Fahrerschule“ wird das BMW Fahrertraining.

Am 3. Februar 1976 beschloss der BMW Vorstand, die Motorsport GmbH mit einer weiteren Aufgabe zu betrauen: Der Gründung einer damals noch „Fahrerschule" genannten Institution. Zunächst sollten, so sah es die Vorlage an die Unternehmensleitung vor, 15 Lehrgänge pro Jahr mit jeweils 20 Teilnehmern auf dem BMW Testgelände stattfinden sowie weitere fünf Lehrgänge mit je 100 Personen auf Rennstrecken - per anno also 800 Teilnehmer. „Die BMW Motorsport GmbH als das für die gesamten motorsportlichen Aktivitäten des Hauses BMW verantwortliche Unternehmen will einen Beitrag dazu liefern, den Faktor Fahrer im System von Mensch und Maschine in seiner Leistungsfähigkeit zu fördern". So lautete der Kernsatz der ersten Ausschreibung des BMW Fahrer-Trainings - und er ist noch heute gültig.

Zur Idee des BMW Fahrer-Trainings gehörte schon damals - und an dieser Alleinstellung hatte sich lange Zeit nichts geändert -, den Teilnehmern auch BMW Autos zur Verfügung zu stellen. Damit haben alle eine technisch gleiche Basis und brauchen nicht um den Reifenverschleiß des eigenen Autos zu bangen. Um diese Philosophie auch in die Tat umsetzen zu können, wurde eine kleine Flotte von BMW 320i - mit 125 PS Leistung damals ein ideales Trainings-Gerät - aufgebaut. Diese Autos hatten alle ein speziell abgestimmtes Fahrwerk, ein 40%-Sperrdifferential und im Innenraum einen Schalensitz für den Fahrer: Damit war die erste BMW Fahrer-Trainings-Truppe gut gerüstet.

Nach ersten Probelehrgängen auf dem Militärflugplatz Manching bei Ingolstadt stand das Programm des BMW Fahrer-Trainings, und am 13. Januar 1977 wurde Rauno Aaltonen als erster Chefinstruktor bei BMW offiziell unter Vertrag genommen. Aaltonen setzte seine Erfahrungen aber nicht nur auf der Piste um, er schrieb auch das damals einzige Fachbuch zum Thema Fahrer-Training, seine „Revolution am Steuer". Dieses Werk schilderte anschaulich die Lehrgangsinhalte - kein Wunder, dass es im Nu vergriffen war. Bis heute gibt der Altmeister des Driftens sein Können an BMW Fahrer weiter, allerdings seit langem schon mit dem Focus höherer Sicherheit.

Schon bald entstanden die ersten „heißen“ Straßen BMW.

Bis weit in die zweite Hälfte der 70er Jahre beschäftigte sich die Motorsport GmbH fast  ausschließlich mit dem Bau von Rennfahrzeugen. Die neuen BMW 320 setzten in der Gruppe 5 die Erfolgstradition der 02er Reihe fort. Doch manchen guten Kunden, nicht nur Rennfahrer sondern auch BMW Enthusiasten, dürstete es auch abseits der Rennstrecke nach M Power und so entstanden ab 1974 die ersten „heißen“ 5er: 530, 533i, 535i. Aber nicht nur motorisch waren sie etwas anders als die Serie: Die Ingenieure der BMW Motorsport GmbH nahmen sich auch die Fahrwerke und Bremsen dieser Autos vor und so entstanden äußerlich eher dezent dreinschauende Limousinen, die aber aufgrund ihrer ausgeklügelten Technik die Sportwagen-Welt gehörig durcheinander wirbelten. Anfangs erst in homöopathischen Dosen, mit der Zeit aber sprach sich die Leistungskur herum. Bis 1980 kamen so insgesamt 895 Autos auf Basis des ersten 5er zusammen.

Die Sportwagen-Sensation 1978: Der BMW M1.

Dann reifte ein Projekt heran, das das erste Wettbewerbsauto der Motorsport GmbH ohne Serienvorlage zum Ziel hatte: der BMW M1. Während die Technik bei BMW entstand, sollte Lamborghini die Karosserie und die Bodengruppe liefern. Auf Grund der wirtschaftlichen Probleme bei Lamborghini kam es jedoch zu erheblichen Verzögerungen. Letztendlich musste eine neue Fertigungskette gefunden werden und die Produktion des BMW M1 wurde zum Puzzlespiel: Der Gitterrohrrahmen entstand bei Marchesi, die glasfaserverstärkte Kunststoffkarosserie bei T.I.R., beide in Modena ansässig. Giorgio Giugiaros Firma ItalDesign baute beides zusammen und sorgte für die Innenausstattung. Das Auto kam daraufhin nach Stuttgart, wo Baur die gesamte Mechanik einbaute.

Für den ursprünglich geplanten Einsatz war indes bereits zu viel Zeit verloren, deshalb hob der Chef der Motorsport GmbH Jochen Neerpasch gemeinsam mit Bernie Ecclestone und Max Mosley die ProCar Serie aus der Taufe. Sie wurde als Auftaktrennen vor den meisten europäischen Formel 1-Grand Prix der Saison 1979/80 ausgetragen.

Um ihn für den Motorsport im Sinne der FIA Gruppe 4 homologieren zu können, mussten mindestens 400 Exemplare gebaut werden.

Deshalb gab es die Mittelmotor-Flunder – der M1 war gerade mal 1,14 Meter hoch - auch in einer Straßenversion zu kaufen. Das erste Auto mit der Bezeichnung M war auf dem Markt.  Exakt 100.000 Mark kostete der 277 PS Renner 1978, aber die Nachfrage überstieg bei weitem das Angebot. Als nach einem Jahr 130 Fahrzeuge fertig gestellt waren, lagen immer noch mehr als 300 feste Bestellungen vor. Immerhin war der M1 auf Anhieb der schnellste deutsche Straßensportwagen, wie die Messung des führenden Fachmagazins ergab: 264,7 lief der M1 in einem Test von 1979. „Erst bei 213 km/h ist es beispielsweise nötig, vom vierten in den fünften Gang zu schalten, und anschließend geht es zügig weiter bis zur Höchstgeschwindigkeit,“ so die Tester. Zahlreiche Kunden wussten dies zu schätzen, so auch der spätere Formel-1-Weltmeister Alan Jones.

Das war allerdings nichts im Vergleich zum Wettbewerbsauto. Mit 470 PS liefen die ProCar Renner deutlich schneller als Tempo 300. 1979 hatte Rennsport-As Niki Lauda, damals schon zweimaliger Formel-1-Weltmeister, damit großen Auftritt: In acht Rennen der M1 Procar-Serie errang er drei Siege und einen zweiten Platz. In den USA wurden die M1 des „Red Lobster“ Teams zu Kultfahrzeugen, die die Konkurrenz in der IMSA GTO Klasse in Grund und Boden fuhren.

Der Image-Erfolg des M1 animierte die Motorsport GmbH zu einem weiteren Fahrzeug: Die Ingenieure entwickelten und bauten 1980 auf Basis des Serien-5er den M535i mit dem Zweiventil-Sechszylinder aus dem 635CSi unter der Haube. 218 PS leistete das Triebwerk und machte den 5er zu einem König auf der Überholspur.

Formel 1-Sensation 1980: BMW entwickelt den Turbo-Motor zum Weltmeistertriebwerk.

Im selben Jahr 1980 verließ Jochen Neerpasch die Motorsport GmbH, sein Nachfolger als Rennleiter wurde Dieter Stappert. Als technischer Geschäftsführer zeichnete Paul Rosche verantwortlich, der sich seit 1969 um die BMW Rennmotoren kümmerte. Er wurde zur Schlüsselfigur, als BMW zu Beginn der 80er Jahre den Entschluss fasste, seine Kompetenz auch in der höchsten Klasse des Motorsports zu beweisen: Im April 1980 gab BMW offiziell den Einstieg in die Formel 1 bekannt.  Damit war für die Ingenieure der Motorsport GmbH der Weg zur Entwicklung des ersten BMW Formel-1-Motors frei:

Aus einem Vierzylinder mit nur 1,5 Liter Hubraum, basierend auf einem Serienmotorblock, zauberte das Spezialistenteam um „Motorenpapst“ Paul Rosche ein Formel-1-Triebwerk mit sagenhaften 800 PS. Sechzehn Ventile und Turbolader, erstmals in der Formel 1 von einer digitalen Motorelektronik gesteuert, hatten das Kunststück möglich gemacht.

Bereits ein Jahr später lief der erste Trainingswagen und 1982 startete Brabham mit dem ersten BMW Motor den ersten Grand Prix. Von Anfang an zeigt der Turbomotor seine Spitzenstellung auf der Rennstrecke. 1983 folgte dann der Triumph: Nur 630 Tage nach der Premiere errang der Brasilianer Nelson Piquet auf Brabham BMW die Weltmeisterschaft. Bis 1987 konnte BMW insgesamt neun Grand-Prix-Siege mit diesem Erfolgsmotor verbuchen.

Die M Turbomotoren gingen nicht allein an Brabham.  Arrows setzte 1984 bis 1986 auf das M Kraftpaket, ATS 1983/84, Ligier 1987. 1986 gewann Gerhard Berger auf einem Benetton in Mexico, es war der letzte Triumph der Turbomaschine. Die amerikanische Fachzeitschrift „Road & Track“ ließ sich ein Jahr später von Teo Fabi die Leistungsfähigkeit des Benetton B186 demonstrieren: In exakt 4,8 Sekunden hatte die 900 PS-Maschine den Monoposto auf 100 Meilen (160 km/h) katapultiert. Paul Rosche schätzte die maximale Leistung, die der Vierzylinder abgeben konnte, noch deutlich höher ein. „Es müssen um die 1400 PS gewesen sein, genau weiß man das nicht, die Messskala der Motorbremse hörte bei 1280 PS auf.“

Beinahe unbeachtet fand 1983 noch ein wichtiges Ereignis statt: Die BMW Motorsport GmbH bekam zusätzliche Aufgaben. Sie wurde zu einer hochleistungsorientierten Entwicklungsgesellschaft ausgeweitet. Entsprechend hatte sich die erfolgreiche BMW Tochter auch personell auf 380 Mitarbeiter vergrößert. Neben Entwicklung, Konstruktion, Versuch und Erprobung hochkarätiger BMW Produkte wurden Motorsport-Organisation, Verwaltung und Werkstätten weitere wichtige Aufgabengebiete. Es entstanden individuelle Entwicklungszentren für Motoren und Fahrwerkstechnologie, um das notwendige Rüstzeug für diese Aufgabengebiete bereitzustellen. Auch nach außen hin hatte die Motorsport GmbH längst mehr als hochentwickelte Automobiltechnik zu bieten:

Der Handel mit Zubehör und der zunehmende Wunsch mancher Kunden nach individuell aufgebauten und ausgestatteten Fahrzeugen machte bereits einen beachtlichen Teil des Umsatzes aus.

M1 Sechszylinder kommt in Serienautos: M5 und M635CSi.

1984 sorgte die Motorsport GmbH erneut für Schlagzeilen - und glänzende Augen bei den Freunden leistungsstarker und sportlicher Fahrzeuge: Im M635CSi Coupé und im M5 kam der drehfreudige Vierventil-Reihensechszylinder des M1 zu neuen Ehren. Insbesondere der in der Preußenstraße von Hand einzeln zusammengebaute M5 wurde schnell zu einer Legende: Er war ein echter Wolf im Schafspelz, dessen Leistung mit 286 PS fast das Dreifache des 518i betrug. Äußerlich war er jedoch auf den ersten Blick kaum von seinem Großserien-Bruder zu unterscheiden. Aber mit einer Höchstgeschwindigkeit von 245 km/h sorgte er für große Augen bei ungezählten Besitzern großer Limousinen und Sportwagen, wenn sie trotz voll durchgetretenem Gaspedal soeben zügig überholt wurden. Der Begriff vom „Businessman´s Express“ wurde geboren.

1986: Mit dem M3 debütiert der erfolgreichste Tourenwagen.

Nach Beendigung des Engagements in der Formel 1 konzentrierte sich die Motorsport GmbH mit neuer Energie auf den Tourenwagen-Rennsport. Damit schlug 1986 die Geburtsstunde des BMW M3. Der kompakte Zweitürer stellte für BMW die erste konsequente Parallelentwicklung von Serie und Motorsport dar: Die Straßenversion – sie musste zur Anerkennung als Tourenwagen innerhalb eines Jahres in 5.000 Exemplaren verfügbar sein - wurde von Anfang an renntauglich konzipiert und dem Reglement der Gruppe A förmlich auf den Leib geschneidert. Die bevorstehenden Aufgaben waren mit den Möglichkeiten in der Preußenstraße allein nicht mehr zu bewältigen. Deshalb bezog die Motorsport GmbH 1986 ihr zweites Domizil in dem Münchner Vorort Garching.

Das Ergebnis war für BMW triumphal. Vom Start weg räumte der schneeweiße Renner in den BMW Motorsport-Farben Siege, Trophäen und Titel ab: 1987 gewann der Italiener Roberto Ravaglia mit ihm die Tourenwagen-Weltmeisterschaft

Die 195 PS starke Hochleistungslimousine mit Vierzylinder-Vierventilmotor und serienmäßigem Katalysator stellte die Weichen für den zukünftigen Motorsport. In den folgenden fünf Jahren führte der M3 die internationale Tourenwagen-Rennszene souverän an: Zwei Tourenwagen-Europameisterschaften, der zweimalige Gewinn der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM) sowie eine Vielzahl weiterer international errungener Siege und Meisterschaften machten ihn zum erfolgreichsten Tourenwagen.

Aber auch als Straßenfahrzeug erreichte er ungeahnte Absatzzahlen. Vom ersten BMW M3 wurden 17.970 Exemplare verkauft, einschließlich der 600 2,5 Liter M3 Sportevolution und der 765 von Hand gefertigten M3 Cabriolets. Darüber hinaus bewies er, dass Sportlichkeit und Umweltschutz nicht unbedingt ein Widerspruch sein müssen. Im Verhältnis zu seiner Leistung war der M3 auch aufgrund seines geringen Benzinverbrauchs unerreicht.

Ein neuer Markt: Der zweite M5 kommt auch als touring.

1988 geht der M5 in die zweite Generation. Der Reihensechszylinder bekommt 3,6, später 3,8 Liter Hubraum, die Leistung wächst auf 315 bzw. 340 PS. Und noch etwas ändert sich: Die Motoren tragen jetzt nicht mehr das „M“ in der internen Baumusternummer, sondern ein „S“ als Kennbuchstaben mit denen künftig die Aggregate der Motorsport GmbH bezeichnet werden. Für den Kunden genügt dafür ein Blick: Statt des „BMW“ Schriftzuges steht jetzt wie beim M3 Vierzylinder „M Power“ auf dem Ventildeckel. Zunächst kommt der M5 als Limousine auf den Markt, zu Beginn des Jahres 1992 auch als touring – die einzigartige Synthese eines hochkarätigen Sportwagens und eines edlen Transportfahrzeugs.

Als 1990 das nächste 3er Modell in den Startlöchern wartete, arbeitete die Motorsport GmbH bereits am neuen BMW M3, der 1992 auf den Markt kam. Allerdings schmückten hier nicht mehr auffällig Spoiler und bauchig ausgestellte Radhäuser das Äußere des Coupés. Vielmehr zeigte der neue M3 – entsprechend dem Zeitgeist – seine Power eher dezent verpackt, war für Kenner nur an Details auszumachen. Und natürlich an seinem unverwechselbaren Sound, hervorgerufen von einem drei Liter großen Sechszylinder-Vierventil-Motor mit 286 PS Leistung.

Außerdem war dieser M3 Sechszylinder der erste BMW Motor mit der sogenannten VANOS-Steuerung, einem stufenlos verstellbaren System zur Spreizung der Einlass-Nockenwellen. Dieses patentierte M System steigert vor allem das Drehmoment im unteren und mittleren Drehzahlbereich. Gleichfalls einmalig bei diesem Auto war der erste Einsatz einer von BMW selbst entwickelten Motorsteuerung, deren Rechenleistung bei immerhin 20 Millionen Befehlen pro Sekunde lag.

„Auto des Jahrhunderts“: Der zweite BMW M3.

Auf Anhieb kam dieser M3 bei Kunden und Medien gut an. Prompt waren die Auftragsbücher voll, prompt folgten Titel und Ehren. Gleich zweimal hintereinander wählten die Leser von "sport auto" den agilsten aller 3er BMW zum "Auto des Jahres", "Auto Plus" in Frankreich erkor den M3 nach einem Vergleich mit dem übrigen Auto-Adel sogar zum "Auto des Jahrhunderts", und unmittelbar nach der Markteinführung in den USA vergaben die Redakteure von "Automobile Magazine" dem neuen Star ebenfalls das Prädikat "Auto des Jahres" - als erstem Importauto überhaupt.

Von Anfang an in der Planung waren diesmal eine Cabrio-Variante und eine etwas komfortabler abgestimmte Limousine. Ein in Kleinserie produzierter M3 GT zeigte mit 295 PS das bis dahin obere Ende der Leistungsskala an. Zwischen 1992 und 1996 konstruierte die Motorsport GmbH über 85 viertürige Renn-3er auf Basis dieses M3. Mit Johnny Cecotto am Steuer gewann er 1993 die ADAC GT-Meisterschaft und machte sich auf, den amerikanischen Motorsport-Markt zu erobern. 1996 errang der bis zu 400 PS starke PTG M3 den IMSA Titel.

Wer wollte, konnte den M3 – wie jeden anderen BMW auch – nach ganz persönlichen Wünschen umgestalten lassen. Als neuer Leistungsbereich war 1992 BMW Individual zum klassischen Aufgabengebiet der Motorsport GmbH dazu gekommen. Auf der Basis des Modellprogramms werden hier bis heute auch sehr individuelle Wünsche bearbeitet, die bezüglich ihrer Maßarbeit weit über das reguläre Sonderausstattungs-Angebot hinausgehen. Vor allem ausgefallene Lackierungen oder Innenausstattungen sind gefragt, ebenso individuelle Umbauten und professionelle Kommunikations-Elektronik.

Die Motorsport GmbH war damit wieder einmal Pionier und setzte mit diesem Geschäftszweig den gesellschaftlichen Trend zu hoher Individualität – auch beim Automobil – hervorragend um. BMW Individual ist die höchste Form der Kundenorientierung.

Der neue Geschäftszweig entwickelte sich mit motorsportlicher Geschwindigkeit, was zu einer weiteren Anpassung führte: Ein neuer Name für das Gesamtunternehmen wurde notwendig, weil etwa der Kunde, der sein Auto im Rahmen des vielfältigen BMW Individual-Angebots veredelt haben oder an einem BMW Fahrertraining teilnehmen wollte, seine Wünsche in dem bisherigen Begriff „Motorsport GmbH“ nicht mehr wiederfand. Was passte da besser als das legendäre M, der nach interner Definition stärkste Buchstabe der Welt. Seit 1. August 1993 firmiert die einstige Motorsport GmbH deshalb als BMW M GmbH.

1995 wurde der Bestseller M3 mit noch mehr Schub ausgestattet, er erfuhr eine tiefgreifende Evolution. Wieder standen mehr Leistung und mehr Drehmoment an - 321 PS aus nun 3,2 Litern Hubraum waren danach die Richtschnur für die Konkurrenz, also über 100 PS pro Liter. Außerdem kam erstmals die Doppel-VANOS zum Einsatz, dem weiter entwickelten System zur Spreizung der Ein-und Auslass-Nockenwellen. Diese Kraft wurde jetzt über ein serienmäßiges Sechsganggetriebe auf die Hinterräder übertragen.

Eine Weltneuheit im Getriebebau: SMG.

A propos Getriebe: Die BMW M GmbH bot den M3 - als erster Automobilhersteller der Welt - gegen Aufpreis auch mit dem Sequentiellen M Getriebe (SMG) an, einer Konstruktion, die auf dem herkömmlichen Getriebe des M3 basierte, deren Kupplung aber elektro-hydraulisch beim Wechseln der Gänge aktiviert wurde. Der M3-Fahrer brauchte kein Kupplungspedal mehr bedienen, und er konnte die Gänge durch einfaches Ziehen bzw. Drücken am Schalthebel blitzschnell in einer Ebene wechseln. Anfänglicher Skepsis folgte ein Boom - zu Ende seiner Produktionszeit hatte fast jeder zweite M3 ein SMG-Getriebe.

Ebenso im Jahr 1995 feiert ein anderer Motor mit M Power einen überragenden Triumph: Der sechs Liter große Zwölfzylinder auf Basis des 750i Motors verhilft dem geschlossenen McLaren Sportwagen zum Sieg im 24 Stunden Rennen von LeMans.

Vierventil-Technik, eine Titan-Kurbelwelle und Aluminium-Kupplung verhelfen dem V12 zu über 600 PS. Es ist erneut ein Triebwerk aus der Hand von Paul Rosche, der mit McLaren-Chef Gordon Murray den F1 kreiert – ursprünglich ein ultimativer Straßensportwagen. Den größten Erfolg feierte BMW mit diesem Triebwerk 1999 durch den Gesamtsieg des BMW V12 LMR beim legendären 24 Stunden-Rennen von Le Mans.

Doch zu diesem Zeitpunkt ist der Motor kein Produkt der BMW M GmbH mehr: Ende 1995 wird die BMW Motorsport Ltd. in Großbritannien gegründet, in der BMW alle Motorsport-Aktivitäten zusammenführt. Die BMW M GmbH konzentriert sich seither auf die drei Leistungsbereiche BMW M Fahrzeuge, BMW Individual und BMW Fahrertraining.

Einzig, nicht artig: M roadster und M coupé.

1997 kommt prompt der nächste Sportwagen mit dem symbolträchtigen M am Heck: Der M roadster, als "ultimative Fahrmaschine" vorgestellt, bildet nicht nur eine faszinierende Kombination aus dem Z3 roadster mit dem 321-PS- Triebwerk aus dem M3. Dieses Auto stellt zu diesem Zeitpunkt in seiner Einzigartigkeit auch den Höhepunkt des BMW Roadster-Angebots dar. Ein Sportwagen reinster Natur ist das kurz danach folgende M coupé, ebenfalls mit dem M3-Motor und basierend auf dem M roadster, aber dennoch mit ganz eigenen Reizen. Es verkörpert hohe Agilität und Fahrdynamik in einem Karosserie-Gewand, das neben dem Fahrspaß auch viele praktische Alltagsseiten beinhaltet. So passen in sein attraktiv gestyltes Heckteil durchaus zwei Golfbags.

1998: M5 mit 400 PS Achtzylinder.

1998 präsentierten die Ingenieure der BMW M GmbH mit der dritten Generation des M5 eine völlig neue Dimension der Fahrdynamik in diesem Automobilsegment. Selbstverständlich galt Understatement wieder als Botschaft beim sportlichen Topmodell der erfolgreichen 5er Reihe. Deshalb war der neue M5 äußerlich auch nur von Kennern auszumachen - an einer anders gestalteten Frontschürze mit großem Kühllufteinlass, großen Leichtmetallrädern sowie an jenen vier Auspuffendrohren, wie sie schon vom M roadster und M coupé her bekannt waren.

Herzstück des M5 war erstmals ein komplett neu entwickelter Achtzylinder, der hinsichtlich Leistung und Drehmoment aus dem Vollen schöpfen konnte. Diese souveräne Motorisierung entwickelt rund 300 Kilowatt (400 PS) Leistung und ein maximales Drehmoment von rund 500 Newtonmetern. Wie schon beim Vorgängermodell bewährter Standard, verfügte auch der neue M5 wieder über ein präzise schaltbares Sechsganggetriebe.

2000: Der dritte M3 in aufregendem Design.

Doch nicht nur auf der Motorseite zeigten die M Ingenieure technischen Vorsprung auf, sie setzten auch beim M3 Fahrwerk der dritten Generation wieder Highlights. So hatte der 2000 debütierende M3 die so genannten Compound-Bremsen, eine "schwimmend" gelagerte Konstruktion der Bremsscheiben, deren Vorteile in besserer Wärmeableitung und größerer Lebensdauer gegenüber regulären Systemen bestehen. Dieser neue BMW M3 hatte von Allem etwas mehr: Mehr Leistung, mehr Dynamik und mehr Eigenständigkeit. In Zahlen ausgedrückt las sich das so: 343 PS, 365 Nm, 0-100 km/h in 5,2 Sekunden. Die überragende Leistung und außergewöhnlichen fahrdynamischen Qualitäten des neuen M3 wurden im Gegensatz zum Vorgänger durch das aufregende Design noch deutlicher betont. An seiner Alltagstauglichkeit hatte sich aber nichts geändert: Er blieb ein Hochleistungs-Automobil, das dank der Summe herausragender Eigenschaften wieder die Führungsrolle in seiner Klasse übernahm.

Ein Jahr später zog der M3 seinen Alltagsanzug aus und legte die Rennkombi an: Der M3 GTR startete in der American Le Mans Series, erstmals mit einem Vierliter-Achtzylindermotor unter der Haube. Das Wettbewerbsauto mit den charakteristischen Lufteinlässen in der Haube und dem mächtigen Heckflügel erwies sich auf den Rennstrecken der USA als überlegen und errang die Meisterschaft in der GT-Klasse – der passende Einstand für den 30. Geburtstag der BMW M GmbH im Jahr 2002.

2003: Die Wiederauferstehung des CSL.

Gefeiert wurde nach Art des Hauses: Mit der Entwicklung eines ganz speziellen Autos, des M3 CSL. Die drei Buchstaben standen für „Coupé Sport Leichtbau“, womit im Grunde das wichtigste gesagt war. Dach, Mittelkonsole, und Türverkleidungen bestanden aus Kohlefaserverbundstoff, die Heckscheibe war leichter und zahlreiche Komfortelemente waren schlicht entfallen.

Zusammen mit dem auf 360 PS leistungsgesteigerten Motor war der CSL ein wahrer Kurvenkünstler, was er eindrucksvoll unter Beweis stellte. So umrundete er in Tests die Nürburgring-Nordschleife in 7:50 Minuten, einer überragenden Zeit für diese Fahrzeugklasse. 2003 kam der CSL auf den Markt und innerhalb weniger Monate waren alle 1.383 Fahrzeuge verkauft.  

Der M3 GTR stand derweil in der Box und durfte nicht mehr rennen – das US-Reglement war geändert worden. Fürs Altenteil war der 3er mit Achtzylinder freilich noch viel zu jung und konkurrenzfähig. Also wurde er modifiziert und für das Langstreckenrennen auf dem Nürburgring fit gemacht. Mit überzeugendem Erfolg: 2004 feierte der M3 GTR beim 24 Stunden-Rennen in der Eifel einen spektakulären Doppelsieg – und wiederholte ihn im Jahr darauf ein zweites Mal.

2004: Die Zehnzylinder M5 und M6.

Spätestens seit der Jahrtausendwende verging kein Jahr, ohne dass ein M Automobil Schlagzeilen gemacht hätte. Im Herbst 2004 war es der neue M5, dessen Vorgänger bereits eine Auflage von über 20.000 Fahrzeugen erreicht hatte. Dieser edelste 5er war zugleich der stärkste, den es je gab: fünf Liter Hubraum, zehn Zylinder, 507 PS Leistung, 520 Newtonmeter Drehmoment und Motordrehzahlen bis jenseits der 8.000er-Grenze. Diese Werte hoben für den sportlichen BMW Fahrer in zuvor nie da gewesener Form die Trennung zwischen dem Auto für den Alltag und dem Auto für ambitionierten Rennsport auf.

Mit seinen Leistungswerten setzte der M5 der vierten Generation erneut die Benchmark im Segment leistungsstarker Sportlimousinen. Gegenüber dem Vorgänger mit Achtzylindermotor betrug die Leistungssteigerung mehr als 25 Prozent - der M5 überschritt die magische 100-PS-je-Liter-Grenze. Seine spezifische Leistung lag damit auf Rennsport-Niveau. Das Zusammenspiel von V10-Motor und Siebengang-SMG führte zu Fahrleistungen, die weit jenseits denen anderer Serienlimousinen lagen. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wurde in 4,7 Sekunden absolviert, die 200-km/h-Markierung passierte die Tachonadel nach rund 15 Sekunden. Bei Tempo 250 beendete die elektronische Begrenzung normalerweise den Vorwärtsdrang.

Nur Monate später folgte der M6 mit dem gleichen Antrieb. Sein Fahrwerk ließ sich per Knopfdruck anpassen und wie der M3 CSL besaß das große Coupé ein Dach aus Kohlefasern. Selbstverständlich konnte auch der M6 schneller rennen als die werksseitig limitierten 250 km/h. BMW bot deshalb eine Anhebung der Höchstgeschwindigkeit an, verbunden mit einem Fahrertraining auf abgesperrter Strecke.

2006 erweiterte die M GmbH ihr Portfolio auf die neue Sportwagen-Generation, den BMW Z4. Sowohl Z4 M Roadster als auch Z4 M Coupé erhielten den formidablen 343 PS-Sechszylinder aus dem M3, der den Zweisitzer auf bis zu 250 km/h beschleunigte. Auf Basis des Coupés entstand ein Dutzend Werksrennwagen, die einen auf 430 PS leistungsgesteigerten Sechsender unter der Haube hatten und damit der Konkurrenz meist um die Ohren fuhr: Jeweils elf von 16 Rennen der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gingen 2009 und 2010 an die Z4 Coupés. Seit 2010 heißt der Nachfolger Z4 GT3, eine Rennversion des aktuellen Z4 Roadsters mit 4,4 Liter-Achtzylinder für Motorsportkunden.

2007: Der erste M3 mit Achtzylinder.

Nach 15 Jahren löste 2007 mit der neuen M3-Generation ein neuer Motor den mehrfach als „Engine of the Year“ ausgezeichneten Reihensechszylinder ab. Im Coupé und in der kurz danach vorgestellten Limousine kam erstmals ein Achtzylinder-Triebwerk zum Einsatz. Aus einem Hubraum von 3.999 Kubikzentimetern mobilisierte der neue V8-Motor eine Leistung von 420 PS. Etwa 85 Prozent des maximalen Drehmoments von 400 Newtonmetern waren über die enorme Drehzahlspannbreite von 6.500/min hinweg abrufbar. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgte über ein Sechsgang-Handschaltgetriebe sowie über ein vollständig neu entwickeltes Hinterachsgetriebe. Insbesondere beim Coupé setzten die Konstrukteure einmal mehr auf Leichtbau. Aufgrund der positiven Erfahrungen bei anderen M Modellen bestand auch hier das Dach aus Kohlefaser-verstärktem Kunststoff, die Motorhaube war aus Aluminium. 

Drei Jahrzehnte nach dem Produktionsstart ihres ersten Serienmodells lieferte die BMW M GmbH 2008 das 300.000. Fahrzeug aus. Das Fahrzeugportfolio der BMW M GmbH hatte sich zwischenzeitlich auf neun Modelle vergrößert. Angetrieben wurden die Automobile von Motoren, die ihre eigenständige Charakteristik aus dem Hochdrehzahlkonzept ableiteten: Reihensechszylinder mit 343 PS beim BMW Z4 M Roadster und beim BMW Z4 M Coupé, V10-Triebwerke mit 507 PS beim BMW M5 und dem neuen BMW M5 Touring sowie beim BMW M6 Coupé und BMW M6 Cabrio. Ein deutliches Wachstum verzeichnete die M GmbH  auch beim Absatz der Sportpakete, die mittlerweile für die Modelle der BMW 1er, BMW 3er, BMW 5er und BMW 6er Reihe sowie für den BMW X3 und den BMW X5 verfügbar waren.

2009: Der Turbomotor kehrt als Zukunftsantrieb mit Macht zurück.

Die Expansion gewann damit freilich erst an Fahrt: Mit dem BMW X5 M und dem BMW X6 M wurde 2009 der High-Performance-Charakter von Automobilen der BMW M GmbH erstmals in das Segment der BMW X Modelle übertragen. Im Zuge der Entwicklung entstand ein neuer V8-Hochleistungs­motor, dessen Leistungsmerkmale präzise auf den Charakter der beiden Modelle zugeschnitten wurden. Der 555 PS starke M TwinPower Turbo war das weltweit erste Antriebsaggregat mit zylinderbank-übergreifendem Abgaskrümmer und Twin Scroll Twin Turbo Technologie. Turbolader und Katalysatoren sind dabei im V-Raum zwischen den Zylinderbänken positioniert. Diese Konfiguration führt zu M typischem, spontanem Ansprechverhalten sowie zu linearer Leistungs­entfaltung und ermöglicht einen konstanten Drehmomentverlauf.  

Für Kunden mit besonders hohen Anforderungen an die Performance-Eigenschaften ihres Fahrzeugs nahm die BMW M GmbH im gleichen Jahr einen Extremsportler auf Basis des BMW M3 Coupé in ihr Angebot auf, der auch für den Einsatz bei Clubsport-Veranstaltungen geeignet ist. Der BMW M3 GTS wird von der Manufaktur der BMW M GmbH ausschließlich auf Kundenwunsch produziert. Die auf den Motorsporteinsatz ausgerichteten Modifikationen umfassen die Antriebs- und Fahrwerkstechnik ebenso wie die Karosserie und das Interieur. So prägen Konstruktionsprinzipien und technische Details, die unmittelbar aus dem Motorsport abgeleitet wurden, den Achtzylinder-Motor, dessen Hubraum auf 4,4 Liter erweitert und dessen Leistung auf rund 450 PS gesteigert ist.

Heute: Geladene Gesellschaft der Höchstleistungen.

Ende 2010 erweiterte die M GmbH ihr Programm erneut und stellte das 1er M Coupé vor, ein 340 PS-Kraftwagen in der Fahrzeugklasse der Kompakten. Der Reihensechszylinder mit M TwinPower Turbo und Benzin-Direkteinspritzung hat mit dem bulligen Leichtbau-Fahrzeug leichtes Spiel, was sich allein an dem Leistungsgewicht von nur 4,4 Kilogramm pro PS ablesen lässt.

Wenige Monate später gesellte sich der neue M5 dazu, dank neu entwickeltem Turbo-Achtzylinder 560 PS stark und bis zu 305 km/h schnell.

M goes Diesel.

40 Jahre nachdem der Grundstein für die heutige BMW M GmbH gelegte wurde, nehmen die Experten in Sachen Sportlichkeit ein neues Projekt in Angriff – die BMW M Performance Automobile als Erweiterung der Modellpalette mit klarer Ausrichtung auf Sportlichkeit bei uneingeschränkter Alltagstauglichkeit und herausragender Effizienz. Die neue Produktkategorie startet mit vier Modellen: BMW M550d xDrive Limousine, BMW M550d xDrive Touring, BMW X5 M50d und BMW X6 M50d. Ihr Herzstück ist ein neuer, exklusiv für die BMW M Performance Automobile entwickelter Reihensechszylinder-Dieselmotor mit drei Turboladern und 381 PS Leistung.

BMW Group fährt Rekordwerte im ersten Quartal ein. Wirtschaft und Unternehmen / 04.05.2012

Bestes Auftaktquartal in der Unternehmensgeschichte
Ergebnis vor Finanzergebnis steigt auf 2,13 Mrd. €
Ergebnis vor Steuern erhöht sich auf 2,07 Mrd. €
EBIT im Segment Automobile legt auf 1,87 Mrd. € zu
BMW Group bekräftigt Ziele für Geschäftsjahr 2012

BMW Group fährt Rekordwerte im ersten Quartal ein.

Die BMW Group ist erfolgreich in das neue Geschäftsjahr gestartet. „Mit neuen Höchstwerten bei Absatz, Umsatz und Ergebnis haben wir das beste erste Quartal in der Unternehmensgeschichte eingefahren“, sagte der Vorsitzende des Vorstands der BMW AG, Norbert Reithofer, am Donnerstag in München. Wesentliche Gründe für die positive Geschäftsentwicklung sind die weltweit hohe Nachfrage nach den attraktiven Fahrzeugen der BMW Group, die Stärke der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce sowie Effizienzverbesserungen.

Der Konzernumsatz stieg auf 18.293 (Vj.: 16.037) Mio. €, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum ein Plus von 14,1% ist. Das Ergebnis vor Finanzergebnis (EBIT) erhöhte sich um 18,8% auf 2.132 (Vj.: 1.795) Mio. €, das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte um 21,8% auf 2.076 (Vj.: 1.705) Mio. €. Der Konzernüberschuss verbesserte sich um 18,1% auf 1.349 (Vj.: 1.142) Mio. €.

EBIT-Marge im Segment Automobile im ersten Quartal bei 11,6%.

Der Absatz der BMW Group stieg im Auftaktquartal um 11,2% auf 425.528 (Vj.: 382.758) Automobile. Dabei erreichten die Marken BMW, MINI und Rolls-Royce jeweils neue Spitzenwerte.

Entsprechend positiv entwickelten sich Umsatz und Ergebnis im Segment Automobile: Der Segmentumsatz stieg im ersten Quartal um 12,4% auf 16.159 (Vj.: 14.373) Mio. €. Das EBIT legte um 10,0% auf 1.878 (Vj.: 1.708) Mio. € zu. Die EBIT-Marge im Segment Automobile beläuft sich damit auf 11,6%. Das Ergebnis vor Steuern verbesserte sich auf 1.820 (Vj.: 1.605/+13,4%) Mio. €. Die positive Geschäftsentwicklung führte im ersten Quartal mit 1.635 (Vj.: 1624) Mio. € zu einem starken Free Cashflow im Segment Automobile.

Bei der Marke BMW erhöhte sich der weltweite Absatz im ersten Quartal um 11,0% auf 356.548 (Vj.: 321.175) Fahrzeuge. Einen kräftigen Absatzzuwachs verzeichnete der neue BMW 1er, der um 20,2% auf 54.160 (Vj.: 45.075) Fahrzeuge zulegen konnte. Stark gestartet mit einem Plus von 13,6% ist zudem die neue BMW 3er Limousine, die seit Februar weltweit auf dem Markt ist. Insgesamt stiegen die Auslieferungen der BMW 3er Reihe im Berichtszeitraum um 3,9% auf 91.189 (Vj.: 87.762) Automobile.

Die neue BMW 6er Reihe konnte ihren Absatz signifikant auf 4.651 (Vj.: 789) Einheiten steigern. Das BMW 6er Gran Coupé, das erste viertürige Coupé in der Geschichte der Marke, wird im Juni auf den Markt kommen und für weitere Impulse beim Absatz sorgen. Die Auslieferungen des BMW 7er erhöhten sich um 20,0% auf 17.786 (Vj.: 14.817) Automobile.

Auf Erfolgskurs sind unverändert die Modelle der X-Baureihe. So legte der Absatz des BMW X1 im ersten Quartal um 8,4% auf 29.532 (Vj.: 27.238) Fahrzeuge deutlich zu. Die Auslieferungen des BMW X3 erhöhten sich um 55,3% auf 35.248 (Vj.: 22.693) Fahrzeuge. An der Spitze seines Segments fährt weiterhin der BMW X5. Von dem Erfolgsmodell wurden 26.563 (Vj.: 23.149) Automobile ausgeliefert, ein Plus von 14,7%. Der BMW X6 konnte um 13,7% auf 11.048 (Vj.: 9.715) Einheiten zulegen.

Eine neue Bestmarke beim Absatz erzielte auch die Marke MINI, deren Auslieferungen im ersten Quartal um 12,1% auf 68.210 (Vj.: 60.860) Fahrzeuge zugelegt haben. Dabei profitierte MINI unter anderem von der Einführung neuer Modelle: So konnten vom MINI Coupé im Berichtszeitraum bereits 3.029 Fahrzeuge verkauft werden. Der im März 2012 gestartete Roadster konnte bereits an 980 Kunden ausgeliefert werden. Ein deutliches Absatzplus verzeichnete der MINI Countryman, der um 36,8% auf 22.001 (Vj.: 16.078) Einheiten zulegte. Der Modellmix bei MINI ist unverändert hochwertig. Für einen MINI One entschieden sich 19,6% der Kunden, für einen MINI Cooper 44,3% und für einen MINI Cooper S 36,1%.

Auch die Marke Rolls-Royce ist im absoluten Luxus-Segment weiterhin auf Erfolgskurs. Mit weltweit 770 (Vj.: 723/+6,5%) Automobilen gelang das beste Auftaktquartal in der Geschichte der Marke. Auf dem Automobilsalon in Genf Anfang März wurde der Rolls-Royce Phantom Series II präsentiert, der in der zweiten Jahreshälfte in den Märkten eingeführt wird.

In nahezu allen Regionen der Welt hat die BMW Group in den ersten drei Monaten 2012 ihre Auslieferungen gesteigert. In Europa erhöhten sich die Verkäufe mit 201.063 Fahrzeugen leicht (+0,5%). In Nordamerika sowie in Asien stiegen die Auslieferungen der BMW Group jeweils auf neue Höchstwerte. In Nordamerika wurden bis Ende März 83.177 Automobile abgesetzt, was einem Plus von 16,7% entspricht. In den USA legte die BMW Group um 16,5% auf 75.931 Fahrzeuge zu.

Deutliche Zuwächse erzielte die BMW Group auch weiterhin in Asien. Insgesamt wurden dort von Januar bis März 118.880 Einheiten ausgeliefert, das ist ein Plus von 31,9%. In China wurden dabei 80.218 Fahrzeuge (+36,6%) abgesetzt. In Japan stiegen die Auslieferungen um 44,4% auf 13.994 Einheiten.

Motorradsegment steigert Absatz, Umsatz und Ergebnis.

Auch im Segment Motorräder konnte die BMW Group in den ersten drei Monaten Absatz, Umsatz und Ergebnis steigern. Der Segmentumsatz erhöhte sich um 12,8% auf 448 (Vj.: 397) Mio. €. Das EBIT stieg um 19,4% auf 37 (Vj.: 31) Mio. €. Das Ergebnis vor Steuern legte um 23,3% auf 37 (Vj.: 30) Mio. € zu. Der Absatz zog weltweit um 7,8% auf 27.015 (Vj.: 25.049) Einheiten an. Davon entfielen 24.373 (Vj.: 23.109/+5,5%) Einheiten auf die Marke BMW, die damit ebenfalls das beste erste Quartal in der Unternehmensgeschichte erreichte. Die Auslieferungen von Husqvarna legten um 36,2% auf 2.642 (Vj.: 1.940) Motorräder zu.

Segment Finanzdienstleistungen mit erfolgreichem Jahresauftakt.

Auch das Segment Finanzdienstleistungen ist erfolgreich in das neue Jahr gestartet. Der Umsatz lag mit 4.800 (Vj.: 4.183) Mio. € um 14,8% über dem Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraums. Das Ergebnis vor Steuern stieg um 1,2% auf 434 (Vj.: 429) Mio. €.

Die Anzahl der betreuten Leasing- und Finanzierungsverträge mit Händlern und Endkunden erhöhte sich zum Ende des Berichtszeitraums um 12,8% auf insgesamt 3.646.111. Darin enthalten sind 260.038 Verträge der im vergangenen Jahr erworbenen ING Car Lease (ICL-) Gruppe. Die Zahl der Neuverträge im Finanzierungs- und Leasinggeschäft stieg im Zeitraum Januar bis März um 10,5% auf 305.984. Der Anteil der ICL-Gruppe beträgt dabei 22.367 Verträge. Das Leasinggeschäft wuchs um 24,9%, während die Kreditfinanzierung um 4,3% zulegte.

Zahl der Mitarbeiter gestiegen.

Die Zahl der Mitarbeiter ist zum 31. März 2012 gestiegen. Insgesamt waren weltweit 101.260 (Vj.: 96.045) Mitarbeiter bei der BMW Group beschäftigt, das ist ein Plus von 5,4%. Der Anstieg ist unter anderem auch auf die Übernahme der ICL-Gruppe zurückzuführen. Darüber hinaus stellt die BMW Group weiter Ingenieure und Fachkräfte ein, um die anhaltend hohe Nachfrage nach Fahrzeugen der BMW Group bedienen zu können, Innovationen voranzutreiben und Zukunftstechnologien zu erschließen.

BMW Group bestätigt Ziele für das Gesamtjahr.

Angesichts des Absatzrekords im ersten Quartal, eines guten Auftragsbestands, einer jungen und attraktiven Modellpalette sowie des erfolgreichen Starts der neuen BMW 3er Limousine blickt die BMW Group mit Zuversicht auf das laufende Geschäftsjahr. Die Ziele für das Gesamtjahr bleiben bestehen: „Wir streben 2012 weiterhin neue Bestmarken bei Absatz und Konzernergebnis vor Steuern an“, erklärte Reithofer. „Die BMW Group will im laufenden Jahr stärker als der Gesamtmarkt wachsen und rechnet bei den Marken BMW, MINI und Rolls-Royce jeweils mit neuen Absatzhöchstwerten“, erklärte Reithofer weiter.

Im Segment Automobile strebt die BMW Group im Gesamtjahr unverändert eine EBIT-Marge von 8 bis 10% an. Sofern sich das weltweite Konjunkturklima nicht eintrübt, geht das Unternehmen von einer EBIT-Marge im Segment Automobile am oberen Ende des Korridors aus. Zukunftsthemen wie neue Technologien sowie der Ausbau des Produktionsnetzwerkes führen im Geschäftsjahr 2012 zu steigenden Aufwendungen.

Im Segment Finanzdienstleistungen steuert die BMW Group 2012 weiterhin eine Eigenkapitalrendite (Return on Equity) von mindestens 18% an. Die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr setzen voraus, dass die weltweiten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen weitgehend stabil bleiben.

Die BMW Group hat mit der Strategie Number ONE die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft gestellt. Dies spiegelt sich auch in der positiven Entwicklung bei Absatz, Umsatz und Ergebnis wider. Die BMW Group wird mit neuen Produkten in allen Fahrzeugsegmenten sowie der Erschließung neuer Märkte ihr profitables Wachstum auch in Zukunft fortsetzen. Im Jahr 2016  steuert das Unternehmen einen Absatz von weltweit über zwei Mio. Fahrzeugen an.

Gelungenes DTM-Comeback: Priaulx sammelt Punkte für BMW – 142.000 Fans verfolgen Saisonauftakt in Hockenheim. Automobil / 03.05.2012

Hockenheim, 29. April 2012. BMW ist zurück in der DTM – und hat gleich zum Auftakt der Saison 2012 ein turbulentes Rennen auf dem Hockenheimring (DE) erlebt. Andy Priaulx (GB) vom BMW Team RBM war der einzige der sechs BMW Fahrer, der die 40 Rennrunden ohne besondere Zwischenfälle absolvieren konnte.

Gelungenes DTM-Comeback: Priaulx sammelt Punkte für BMW – 142.000 Fans verfolgen Saisonauftakt in Hockenheim.

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Vor den Augen der Vorstandsmitglieder der BMW AG Dr.-Ing. Herbert Diess (Entwicklung), Dr.-Ing. Klaus Draeger (Einkauf und Lieferantennetzwerk) und Ian Robertson (Vertrieb und Marketing BMW, Vertriebskanäle BMW Group) sah Priaulx im Crowne Plaza Hotels BMW M3 DTM als Sechster die Zielflagge und sammelte acht Punkte. Der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister Priaulx lag 28,4 Sekunden hinter Gary Paffett (GB), der für Mercedes gewann.

Gleich zu Beginn des Rennens wurde der von Platz drei gestartete Dirk Werner (DE, E-POSTBRIEF BMW M3 DTM) von Mercedes-Pilot Ralf Schumacher (DE) getroffen und fiel ans Ende des Feldes zurück. Der unmittelbar hinter Schumacher fahrende Bruno Spengler (CA, BMW Bank M3 DTM) konnte nicht mehr ausweichen, kollidierte mit dem ehemaligen Formel-1-Piloten und musste anschließend aufgeben.

Der amtierende DTM-Champion Martin Tomczyk (DE) wurde im Getümmel von der Strecke gedrängt, wobei sein BMW M Performance Zubehör M3 DTM ebenfalls Beschädigungen davontrug. Auch für Tomczyk war damit das erste Rennen der neuen DTM-Ära bereits nach wenigen Runden beendet. Joey Hand (US, SAMSUNG BMW M3 DTM) wurde in der Spitzkehre von einem Konkurrenten umgedreht. Er büßte Zeit und Positionen ein und kam als 13. über die Linie. Augusto Farfus (BR, Castrol EDGE BMW M3 DTM) belegte den 15. Rang, Werner brachte sein Auto noch auf der 17. Position ins Ziel.

Dennoch fällt die BMW Bilanz nach demersten DTM-Rennen seit über 20 Jahren, bei dem auch die ehemaligen BMW Piloten Roberto Ravaglia (IT), Eric van de Poele (BE), Harald Grohs (DE) und Steve Soper (GB) live dabei waren, positiv aus. Im Verlauf des Rennwochenendes verfolgten 142.000 Fans das erste Aufeinandertreffen der drei deutschen Premiumhersteller in der DTM. Im Qualifying am Samstag war vier der sechs BMW Fahrer der Sprung in die Top-Ten gelungen.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor):

„Ich bin mit unserem DTM-Comeback insgesamt sehr zufrieden. Niemand wusste genau, wie das Kräfteverhältnis zum Start der neuen DTM-Ära aussehen würde. Das unerwartet starke Qualifying am Samstag und der gute sechste Platz von einem glänzend aufgelegten Andy am Sonntag im Rennen sind eine tolle Bestätigung für die harte Arbeit unserer gesamten Mannschaft. Ein großes Kompliment und Dankeschön an alle BMW Teams und die Mannschaft von BMW Motorsport. Der erste Schritt ist gemacht – und wir werden diesen Weg konsequent weiter gehen. Für die Fans ist es eine gute Nachricht, dass die drei Hersteller auf einem ähnlichen Niveau liegen. Wir müssen abwarten, wo wir auf den weiteren Kursen im Kalender stehen. Wir sind uns der großen Herausforderung bewusst, der wir uns in einer derart hart umkämpften Serie wie der DTM stellen. Unsere Mitbewerber haben einen jahrelangen Erfahrungsvorsprung. Den wollen wir so schnell wie möglich wettmachen.“

BMW Group mit bestem August-Absatz aller Zeiten Wirtschaft und Unternehmen / 12.04.2012

Die BMW Group hat im März mehr Fahrzeuge verkauft als je zuvor in einem Monat. Insgesamt konnte das Unternehmen im Berichtsmonat 185.728 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausliefern, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (Vj. 165.846) einem Plus von 12,0% entspricht.

BMW Group mit bestem August-Absatz aller Zeiten

Die BMW Group hat im März mehr Fahrzeuge verkauft als je zuvor in einem Monat. Insgesamt konnte das Unternehmen im Berichtsmonat 185.728 Fahrzeuge der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausliefern, was im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum (Vj. 165.846) einem Plus von 12,0% entspricht. Damit konnte auch der bisherige Absatz-Rekordwert aus dem Juni 2011 von 165.855 verkauften Fahrzeugen deutlich übertroffen werden. Im ersten Quartal 2012 erzielte das Unternehmen ebenfalls eine neue Bestmarke: Seit Jahresbeginn stiegen die Verkäufe um über 40.000 Fahrzeuge auf 425.528 Einheiten (Vj. 382.763/+11,2%).

Ian Robertson, Mitglied des Vorstands der BMW AG, Vertrieb und Marketing BMW: „Die BMW Group konnte im März ein Allzeithoch beim Absatz erzielen und verzeichnete auch das beste erste Quartal der Unternehmensgeschichte. Unsere junge und attraktive Modellpalette sowie unser weltweit ausgeglichenes Wachstum waren die wesentlichen Erfolgsfaktoren. Mit neuen Modellen wie dem BMW 6er Gran Coupé sowie der Modellüberarbeitung des Flaggschiffs BMW 7er wollen wir die positive Absatzentwicklung im weiteren Jahresverlauf fortsetzen“. Im Gesamtjahr 2012 will die BMW Group weiterhin stärker als der Gesamtmarkt wachsen und neue Absatzrekorde bei den Marken BMW, MINI und Rolls-Royce erzielen.


Marke BMW: Absatzrekord im März


Im März konnten mit 153.004 verkauften Einheiten (Vj. 134.895 / +13,4%) mehr Fahrzeuge der Marke BMW abgesetzt werden als jemals zuvor in einem Monat. In den ersten drei Monaten kletterten die Auslieferungen um 11,0% auf 356.548 Fahrzeuge (Vj. 321.180). Auf eine hervorragende Resonanz bei den Kunden stößt die neue BMW 3er Limousine:  In dem ersten vollen Verkaufsmonat im März wurde das Erfolgsmodell 29.004 Mal an Kunden (Vj. 24.331 / +19,2%) ausgeliefert. Kräftige Zuwächse verbucht auch der neue BMW 1er. So stieg der Absatz beim BMW 1er Fünftürer im gleichen Zeitraum um 40,8% auf 18.598 Einheiten (Vj. 13.210). Unverändert stark ist auch die weltweite Nachfrage nach dem BMW X3, der mit 14.847 (Vj. 9.316) Auslieferungen um 59,4% zulegen konnte. Wachstumstreiber waren im abgelaufenen Monat auch der BMW X5, BMW X6 sowie das Flaggschiff BMW 7er. Die Verkäufe des BMW X5 und des BMW X6 erhöhten sich mit 9.496 (Vj. 7.932 / +19,7%) und 4.261 (Vj. 3.971 / +7,3%) Fahrzeugen deutlich. Beim BMW 6er stiegen die Auslieferungen im März fast um das Sechsfache: insgesamt wurden 2.247 Fahrzeuge an Kunden übergeben (Vj. 405 / 454,8%). Der BMW 7er knackte im Berichtsmonat die Marke von 200.000 verkauften Einheiten seit seiner Markteinführung Ende 2008 – damit ist er der erfolgreichste BMW 7er aller Zeiten. Die Verkäufe der Luxuslimousine übertreffen die des erfolgreichen Vorgängermodells um rund 20% im entsprechenden Zeitraum. Im März wurden 6.648 (Vj. 5.804) Exemplare des BMW Flaggschiffs ausgeliefert, das entspricht einem Plus von 14,5%.


Marke MINI: Die Erfolgsgeschichte geht weiter

 
Insgesamt wurden im März weltweit 32.421 Fahrzeuge der Marke MINI abgesetzt (Vj. 30.690 /+5,6%). Im ersten Quartal lieferte das Unternehmen 68.210 Fahrzeuge aus (Vj. 60.860). Dies ist eine neue Bestmarke für die ersten drei Monate eines Jahres und ein deutliches Plus von 12,1% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Getrieben wurde der Rekordabsatz der ersten drei Monate auch durch die weiterhin starke Nachfrage nach dem MINI Countryman. Mit 22.001 ausgelieferten Fahrzeugen kletterten die Verkäufe um 36,8% (Vj. 16.079).

Rolls-Royce Motor Cars: Rekordabsatz im ersten Quartal


Auch die Marke Rolls-Royce konnte ihren Erfolgskurs weiter fortsetzen und blickt auf das beste erste Quartal ihrer Geschichte zurück. Seit Jahresbeginn stiegen die Verkäufe um 6,5% auf 770 (Vj. 723) Einheiten.

Motorrad: Bester Jahresauftakt


BMW Motorrad übertraf im ersten Quartal den Absatz des Vorjahres ebenfalls deutlich. Die Verkäufe kletterten um 5,5% auf 24.373 (Vj. 23.109) Einheiten und stiegen damit in den ersten drei Monaten auf einen neuen Höchstwert. Im März wurden insgesamt 12.295 (Vj. 11.675) BMW Motorräder an Kunden übergeben, das entspricht einem Zuwachs um 5,3%. Husqvarna Motorcycles lieferte im März 1.182 Motorräder aus (Vj. 676 / 74,9%). Im ersten Quartal wurden insgesamt 2.642 (Vj. 1.940) Motorräder ausgeliefert, was einem Plus von 36,2% entspricht.
 

Deutliche Zuwächse in nahezu allen Regionen der Welt

Die BMW Group konnte ihren Absatz unter anderem in wichtigen Absatzmärkten wie Deutschland, USA und China weiter steigern. In Deutschland verzeichnete das Unternehmen im März mit 30.981 Neuzulassungen einen deutlichen Zuwachs von 11,6% (Vj. 27.755). Von Januar bis März wurden insgesamt 66.222 Fahrzeuge der BMW Group in Deutschland zugelassen, 2,0% mehr als im ersten Quartal 2011 (Vj. 64.923). In den USA und China kletterten die Verkäufe in den ersten drei Monaten auf ein neues Rekordniveau und trugen damit zu der positiven Absatzentwicklung bei der BMW Group bei. Auf dem US-amerikanischen Markt stiegen die Verkäufe seit Januar um 16,6% auf 75.729 Fahrzeuge (Vj. 64.957). Im März konnte ein Wachstum von 13,0% auf 29.806 (Vj. 26.382) Automobile verzeichnet werden. Auch in China konnte die BMW Group deutliche Zuwächse verbuchen: Seit Jahresbeginn konnten insgesamt 80.014 (Vj. 58.506 / +36,8%) abgesetzt werden. Im März wurden 30.593 (Vj. 21.687 / +41,1%) Fahrzeuge ausgeliefert.

BMW nahe Karl-Monz-Stiftung spendet 20.000 Euro an Sozialverein Rainbows. Wirtschaft und Unternehmen / 10.04.2012

Kürzlich übergab BMW Werk Steyr Geschäftsführer Gerhard Wölfel  stellvertretend für die Karl-Monz-Stiftung einen Unterstützungsbeitrag von Euro 20.000,- an den Sozialverein Rainbows.

BMW nahe Karl-Monz-Stiftung spendet 20.000 Euro an Sozialverein Rainbows.

Kürzlich übergab BMW Werk Steyr Geschäftsführer Gerhard Wölfel  stellvertretend für die Karl-Monz-Stiftung einen Unterstützungsbeitrag von Euro 20.000,- an den Sozialverein Rainbows. Die von der BMW AG verwaltete Karl-Monz-Stiftung mit Sitz in München fördert jedes Jahr ausgesuchte gemeinnützige und soziale Projekte. Mit dem Verein Rainbows wurde zum ersten Mal eine Institution in Österreich ausgewählt. Der Verein betreut Kinder und Jugendliche, die unmittelbar mit Todesfällen, Trennungen oder Scheidungen konfrontiert sind.

Geschäftsführerin Mag. Dagmar Bojdunyk-Rack und die oberösterreichische Landesleiterin Sylvia Spiessberger nahmen den Spendenbeitrag dankend entgegen und werden diesen für ihre wichtige Tätigkeit in Oberösterreich und der Region Steyr einsetzen. „Es ist wichtig dort hinzusehen, wo andere gerne wegschauen“, meint Leiter des BMW Werkes Steyr, Gerhard Wölfel. „Wir freuen uns, über die Karl-Monz Stiftung einen Beitrag für diese Kinder und Jugendlichen leisten zu können.“ „Gemeinsam und wertschätzend durch den Schmerz“ lautet das Motto des Vereins, der auch Erwachsene durch professionelle Beratung in Extremsituationen entlastet.

Karl Monz, ein ehemaliges Vorstandsmitglied der BMW AG, hat sein Vermögen in die nach ihm benannte Stiftung fließen lassen, um in Not geratene BMW Mitarbeiter zu unterstützen und zudem gemeinnützige Institutionen auf dem Feld der Wohlfahrt und Gesundheitsfürsorge zu fördern. Im Zuge dessen spendet die Stiftung alljährlich die Stiftungserlöse an ausgewählte Einrichtungen. Der Stiftungsrat folgte dem Vorschlag des BMW Werkes Steyr, in diesem Jahr den Verein Rainbows in Österreich zu unterstützen.  

Über Rainbows

Rainbows ist ein Verein für die Betreuung von Kindern und Jugendlichen nach Schicksalsschlägen. Der Verein begleitet Betroffene von 4-17 Jahren durch stürmische Zeiten nach Trennungen, Scheidungen oder Todesfällen. Durch professionelle Begleitung und Unterstützungen erfahren Kinder, dass sie nicht alleine sind und arbeiten ihre Erlebnisse gemeinsam auf. Die Stärkung des Selbstvertrauens ist Hauptziel der Arbeit und wirkt psychischen Problemen in der Entwicklung präventiv entgegen. Rainbows hilft, um gestärkt aus der Trauer zu gehen. Die Mitarbeiter bemühen sich um ein flächendenkendes Netzwerk und kümmerten sich, mit viel Engagement und Herzblut, seit 1991 um rund 300 Kinder pro Jahr in Ausnahmesituationen.

Über die Karl-Monz-Stiftung

Karl Monz (1913 bis 2000) war bereits vor dem Krieg in der Automobilindustrie tätig, ehe er 1962 zu BMW nach München kam. Von 1963 bis 1975 war er Mitglied des Vorstandes der BMW AG und dort für das Ressort Einkauf und Materialwirtschaft zuständig. Während seiner Tätigkeit erreichte er große Verdienste für das Unternehmen. Beispielsweise war Karl Monz maßgeblich an der Internationalisierung des Unternehmens beteiligt. Unter seiner Ägide wurde 1973 das erste Werk im Ausland in Rosslyn/Südafrika eröffnet. Karl Monz verstarb am 23. April 2000 in München. Die nach ihm benannte Stiftung wird von der BMW AG betreut. Die Karl-Monz-Stiftung hat sich unter anderem die Förderung des öffentlichen Gesundheits- und Wohlfahrtswesens im In- und Ausland zur Aufgabe gemacht.

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