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    17.11.2020

    DAS HERZSTÜCK DER ELEKTROMOBILITÄT – DIE HOCHVOLTBATTERIE.

    Wie nachhaltig ist Elektromobilität wirklich? Um diese Frage zu beantworten, muss der gesamte Prozess, von der Rohstoffgewinnung über die Herstellung der Batterien bis hin zur Nutzung und zur Verwertung am Ende des Lebenszyklus betrachtet werden. Wir werfen einen Blick auf die progressive und nachhaltige Entwicklung der Elektromobilität.

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    AM ANFANG STEHEN DIE ROHSTOFFE.

    Das große Thema der Rohstoffbeschaffung begleitet den gesamten Herstellungsprozess der Batterien. Die gute Nachricht: Derzeit besteht keine Ressourcenknappheit bei Lithium und Kobalt. Auch bei steigender Nachfrage wäre es theoretisch möglich, genügend Metall abzubauen, vor allem bei Lithium ist keine Knappheit in Sicht. Bei Kobalt wird weiterhin stark daran gearbeitet, den Bedarf in der Produktion zu verringern oder gar einen Ersatz zu finden. Auch die Steigerung an vernünftigem Batterierecycling soll dabei helfen, Engpässe in der Rohstoffgewinnung zu vermeiden.
     
    Die BMW Group achtet bei der Lieferkette auf die Wahrung der Menschenrechte und die Einhaltung von Umweltstandards bis in die Rohstoffminen hinein. So stammt beispielsweise Kobalt seit diesem Jahr aus Australien und Marokko, wo eine saubere Lieferkette gewährleistet werden kann. 

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    DAS LEBEN EINER HOCHVOLTBATTERIE.

    Doch nicht nur die Beschaffung der Rohstoffe ist ausschlaggebend für einen möglichst grünen Abdruck. Auch der gesamte Herstellungsprozess wird stetig optimiert. Neben einer möglichst effizienten Lieferkette werden auch die Produktionswerke der BMW Group zusätzlich mit nachhaltiger Energie aus Wind- und Wasserkraft betrieben.
     
    Die Lebensdauer einer Hochvoltbatterie liegt bei mindestens acht Jahren und auch danach werden die Batterien bei BMW „stationär“ weiterbetrieben. So wurde am BMW-Werksgelände Leipzig eine Speicherfarm in Betrieb genommen, auf der bis zu 700 Batterien ihren zweiten Lebenszyklus verbringen können. Die gebrauchten Akkus aus Elektrofahrzeugen dienen als Puffer für den Strom, den die Windräder auf dem Werksgelände liefern. So kann Strom aus der Speicherfarm genommen werden, wenn es zu einem Engpass kommt. Die Speicherfarm ist erweiterbar, mit neueren Batteriemodellen kompatibel und bietet somit eine gute Möglichkeit zur Weiterverwendung von Hochvoltbatterien.
     
    Handlungsbedarf für die nächsten Jahre ist im Service- und Reparaturbereich der E-Batterien gegeben. Zwar sind die Batterien so konzipiert, dass jedes kleinste Bauteil repariert, ausgetauscht und serviciert werden kann, jedoch haben viele Werkstätten und Servicestellen noch Aufholbedarf, um das in der Praxis umzusetzen.

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    DER GRÜNE FUSSABDRUCK.

    Derzeit sind rund 53% der E-Batterie recyclebar. Bis 2025 sollen es bei BMW rund 97% werden. In der Produktion wird die Verteilung der Nickel- und Kobaltanteile variiert, um damit optimale Ergebnisse und eine möglichst hohe Recycling-Fähigkeit zu schaffen. Ein wichtiger Punkt ist die weitere Verwendung der Batterie nach ihrer Lebenszeit im Elektroauto. Nach einem Unfall oder auch nach einem notwendigen Austausch ist die richtige Entsorgung wichtig. Nur so kann die Batterie auch für andere Bereiche weiterverwendet werden. Um die Nutzung der Elektromobilität noch zu verbessern, sind aber auch die Tankstellenbetreiber gefordert. Der Strom für die E-Tankstellen und die zahlreichen Zapfsäulen sollte möglichst aus nachhaltigen Quellen bezogen werden. Dies gilt auch für die Nutzung im privaten Bereich, damit die Hochvoltbatterie mit grünem Strom gespeist wird.
     
    Klar ist, dass wir erst am Beginn der Technologie stehen und kommende Generationen das Feld der Elektromobilität und der Hochvoltbatterien weiter verbessern und revolutionieren werden. Die innovativen Ideen der Zukunft beginnen aber in jedem Fall bei der Rohstoffbeschaffung und enden mit der langfristigen Verwendung der gebauten Hochvoltbatterien. Man darf gespannt sein, wohin der weitere Weg der Elektromobilität führen wird.

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