Nachhaltigkeit ist auch eine Materialfrage.

    25.10.2022

    NACHHALTIGKEIT IST AUCH EINE MATERIALFRAGE.

    Unsere Mission: Wir wollen zum nachhaltigsten Automobilproduzenten werden! Um das zu erreichen, haben wir bereits einiges auf den Weg gebracht und noch vieles vor uns. Der Fokus liegt heute auf dem Reduzieren von CO2-Emissionen und einer steigenden Ressourceneffizienz – aus diesem Bereich möchten wir Ihnen zwei aktuelle Projekte und wichtige Schritte vorstellen.

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    KLIMANEUTRALITÄT UND KREISLAUFWIRTSCHAFT AN ERSTER STELLE.

    Die BMW Group strebt nach Klimaneutralität. Und setzt dafür auf die Nutzung von Grünstrom in Produktion und entlang der Lieferkette, einen steigenden Anteil bei Sekundärmaterialien und natürlichen Rohstoffen, hocheffiziente Elektro- und Verbrennungsmotoren sowie eine hohe Recyclingquote im Sinne einer Kreislaufwirtschaft. Was vielen noch nicht bewusst ist: Mit durchdachtem Recycling sowie der Verwendung alternativer Materialien kann jede Menge CO2 eingespart werden. Daher investieren wir massiv in die Forschung und Entwicklung neuer Werkstoffe und Produktionsverfahren. Ein Aufwand, der sich lohnt!

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    VERZICHT AUF ROHSTOFFE TIERISCHER HERKUNFT.

    Bereits im Jahr 2023 wird die BMW Group die ersten BMW und MINI Modelle mit komplett vegan produzierten Innenräumen auf den Markt bringen. Möglich wird dies vor allem durch die Entwicklung neuartiger Materialien mit lederähnlichen Eigenschaften. Damit reagieren wir auf die große Nachfrage nach veganen und lederfreien Ausstattungen, welche in den USA, China und Europa zunimmt. In Kooperation mit Start-up-Unternehmen entwickelt die BMW Group innovative, biobasierte Oberflächen. Diese bieten im Vergleich zu Ledernachbildungen einen nochmals rund 45 Prozent geringeren CO2-Ausstoß. Das zu 100 Prozent biobasierte und erdölfreie MirumTM bietet etwa das Potenzial, künftig alle traditionellen Eigenschaften von Leder zu imitieren. Das ebenfalls neuentwickelte DeserttexTM setzt sich aus pulverisierten Kaktusfasern und einer biobasierten Polyurethan-Matrix zusammen. 

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    LEDERFREIE OBERFLÄCHEN REDUZIEREN CO2-EMISSIONEN UM 85 PROZENT.

    Auch in der Produktion von Lenkrädern wird künftig ein hochwertiges, veganes Oberflächenmaterial eingesetzt. Dieses bietet qualitativ gleichwertige Eigenschaften zum bislang verwendeten Echtleder und erfüllt hohe Anforderungen hinsichtlich Haptik, Premium-Anmutung und Verschleißfestigkeit. Damit gelingt der BMW Group ein weiterer großer Schritt zur CO2-Reduktion. Das neue Material für die Lenkradoberflächen spart im Vergleich zu Leder rund 85 Prozent der CO2e-Emissionen* entlang der Wertschöpfungskette ein. Bislang fielen durch die Verarbeitung von Leder mit anteilig rund 80 Prozent die meisten Emissionen bereits in Form von Methangas aus der Rinderaufzucht an, 20 Prozent aufgrund der energie- und wasserintensiven Weiterverarbeitung der Rinderhaut.
     
    * CO2e-Emissionen sind im Endeffekt nichts anderes als Co2-Emissionen, nur dass zusätzlich zum ausgestoßenen Kohlendioxid auch andere Umweltgase wie Metan oder Distickstoffoxid mitberücksichtigt werden. 

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    EINSATZ VON OCEAN PLASTICS AUS RECYCELTEN FISCHERNETZEN.

    Ein weiterer Ansatz, um wertvolle Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen zu reduzieren, besteht in der Wiederaufbereitung von Plastikmüll aus der maritimen Industrie. In einem neuen, einzigartigen Recycling-Verfahren werden Abfälle aus dem Meer zu Kunststoff-Rezyklat verarbeitet. Diese können im Anschluss als Rohstoff für Fahrzeug-Komponenten genutzt werden. Wiederverwertete Nylonabfälle wie Fischernetze bilden so künftig die Basis für ein Kunststoffgarn, aus dem unter anderem die Bodenverkleidungen im BMW iX sowie im neuen BMW X1 gefertigt werden. Ein weiterer Pluspunkt: Man kann der Meeresverschmutzung entgegenwirken.

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    MARITIMER PLASTIKABFALL WIRD ZU SICHTBAREN VERKLEIDUNGSTEILEN.

    Das steckt dahinter: Gemeinsam mit dem dänischen Unternehmen PLASTIX hat die BMW Group dieses innovative Verfahren zum Recycling von maritimen Plastikabfällen entwickelt. Fischernetze und Seile werden nach einer sortenreinen Trennung zu einem Kunststoff-Granulat verarbeitet. Dieses Rezyklat kann erstmals auch im Spritzgussverfahren, z.B. für Verkleidungsteile verwendet werden. Zum Vergleich: Bislang wurde in der Automobilindustrie recycelter maritimer Kunststoff ausschließlich in Form von Fasern für neue Fahrzeugkomponenten eingesetzt. Mit dem neuen Verfahren können zusätzliche Anwendungsmöglichkeiten für Recycling-Kunststoffe erschlossen werden. Die BMW Group hat sich das Ziel gesetzt, den Sekundärmaterial-Anteil solcher Kunststoffe in Neufahrzeugen bis zum Jahr 2030 von derzeit rund 20 auf durchschnittlich 40 Prozent zu erhöhen.

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    Recycling Kunststoff
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